Bild des Benutzers Förderverein für Landschaft und Naturschutz Devin e.V.

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Telefon am Standort: 

03831 494310
Unser Standort in Stralsund-Devin
in der Jugendherberge Devin | Strandstraße 21 | Stralsund-Devin | 18439

Lage - Umgebung: 

Standorte in den Ortschaften: 

Impressum: 

Förderverein für Landschaft und Naturschutz Devin e.V.
in der Jugendherberge Devin
Strandstraße 21
18439 Stralsund-Devin
Email: info@halbinseldevin.de
Web: halbinseldevin.de
Jürgen Kossendey

Rechtsform: 

e.V.

Wird gesucht: 

Wird geboten: 

Branche - Tätigkeitsfeld: 

Schlagworte: 

Willkommen im Naturschutzgebiet "Halbinsel Devin" bei Stralsund

Die Halbinsel Devin befindet sich im südöstlichen Teil des Territoriums der Hansestadt Stralsund. Man erreicht sie von der B 96 kommend über den Ortsteil Devin. Dorthin gelangt man auch mit der Buslinie 3 (Endhaltestelle Devin). Wegen ihrer abwechslungsreichen Geomorphologie und einer reichen Pflanzen- und Tierwelt gehört diese Landschaft nicht nur zu den schönsten, sondern auch zu den ökologisch wertvollsten der Stadt. Deshalb wurde 1993 ein großer Teil der Halbinsel (105,5 Hektar) zum Naturschutzgebiet erklärt. Derzeit ist eine Erweiterung des Naturschutzgebietes um den Deviner See geplant. Selbst im europäischen Maßstab hat die Naturausstattung dieses Gebietes besondere Bedeutung. Die Halbinsel und ihre anliegenden Wasserflächen sind Bestandteil des geplanten europaweiten Biotopverbundes „Natura 2000“.
 

 

Erholung
Die Halbinsel Devin ist seit ihrer Öffnung als Naturschutzgebiet im Jahre 1993 zu einem beliebten Ausflugsziel geworden. Mit ihrer sanften eiszeitlich geprägten Hügellandschaft lädt sie zum Spazieren ein. Wer aufmerksam unterwegs ist, wird am Wegesrand so manche Naturbeobachtung machen, seien es im Ried schlüpfende Libellen oder vor der Küste See- und Uferschwalben auf Nahrungssuche. Besonders atttraktiv ist die Landschaft zur Ginsterblüte Ende Mai. Nur einige Hundert Meter vom Besucherparkplatz entfernt, unterhalb der Steilküste, kann man herrliche Spaziergänge machen und Sonnenuntergänge über Stralsund erleben. Bedenken Sie bei aber bitte bei allem Spaß auch, dass Sie in einem geschützten Gebiet sind. Lassen Sie keinen Müll zurück, entzünden Sie keine Feuer und benutzen Sie die ausgewiesenen Wege. Mit der Unterschutzstellung als Naturschutzgebiet soll die Halbinsel Devin als eine geomorphologisch interessante, sehr stark strukturierte Moränenlandschaft erhalten und gesichert werden. Außerdem geht es hierbei um die Bewahrung natürlicher Biotope (Kliff, Kleingewässer, Sandhaken, Spülsäume…), naturnaher Biotope (Kesselmoor) sowie durch menschliche Nutzung entstandener Lebensräume (Magerrasen, Orchideenwiese) mit einer außerordentlich reichen Flora und Fauna. Die Flachwasserbereiche sollen als Ruhe- und Rastplätze für eine Vielzahl von Wasservögeln geschützt werden.

Naturschutz
Da sich die Halbinsel Devin zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelt hat, kommt es auf Grund der Vielzahl der Besucher auch zu Konflikten mit dem Anliegen des Naturschutzes.
Für die Besucher sind deshalb folgende Punkte zu beachten:
- die Pflanzen- und Tierwelt darf nicht geschädigt oder gestört werden
- Hunde sind im Naturschutzgebiet an der Leine zu führen
- es dürfen nur die beschilderten Wege betreten werden
- das Befahren mit Kraftfahrzeugen und Fahrrädern ist untersagt
- an den Steilküsten darf nicht geklettert werden
- der nördliche Strandabschnitt im Bereich des Deviner Hakens (Vogelhaken) ist gesperrt
- es ist verboten, mit Booten anzulegen, zu zelten, Feuer zu entfachen bzw. zu grillen
- Abfälle bitte nicht am Strand oder im Gelände hinterlassen. Abfallbehälter stehen auf dem Parkplatz bereit
Bei Beachtung dieser Verhaltensgrundsätze wird das „Kleinod“ Halbinsel Devin Lebensraum für schützenswerte Pflanzen- und Tiergemeinschaften bleiben und gleichzeitig ein Ort, an dem wir Menschen Natur erleben und genießen können.

Orchideen
Der jährliche Witterungsablauf wirkt sich auf Entwicklung und Bestand der Orchideen auf der Orchideenwiese im NSG sehr auffällig aus. Nach stärkeren Niederschlägen im Winterhalbjahr und später Schneeschmelze kann die Orchidenwiese teilweise überschwemmt sein. Dann sind auch im Folgejahr auf inzwischen trocken gefallenen Flächen überhaupt keine Orchideen zu finden. Erst im übernächsten Jahr treten wieder  vereinzelt Orchideen auf. Bleiben die Bedingungen dann weiterhin günstig, so kommt es auf diesen Flächen in den folgenden Jahren zu einem bemerkenswerten Entwicklungsschub. Das gilt vor allem für das Steifblättrige Knabenkraut (Dactylorchiza incarnata) und den Sumpfsitter (Epipactia palustria). Von grundlegender Bedeutung für die Sicherung des Orchideenbestandes auf der Orchideenwiese ist die jährliche Mahd der Flächen einschließlich der Entfernung des Mähgutes. Diese Maßnahmen sollten erst nach der Ausreifung der Orchideen-Samen und deren Austragung – also erst im Frühherbst – vorgenommen werden.  In den letzten Jahren erfolgte die Mahd regelmäßig im Auftrage der unteren Naturschutzbehörde des Kreises Vorpommern-Rügen. 

Förderverein
Die Mitglieder des 1996 gegründeten, gemeinnützigen Vereins setzen sich ehrenamtlich für das Naturschutzgebiet ein. Zu den Zielen des Vereins gehören u.a. die ökologische Bestandsaufnahme (Erfassung der Pflanzen- und Tierarten, Bestimmen der Individuenzahlen), die Organisation und Durchführung von Pflegemaßnahmen, naturkundliche Führungen und weitere Öffentlichkeitsarbeit. Fachlich wird die Arbeit des Fördervereins durch die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Vorpommern Rügen (VR) begleitet. Für FFH Flächen bleibt das StAUN Stralsund Ansprechpartner. Interessenten, die den Verein mit ihren Naturkenntnissen, ihrer Arbeitskraft bzw. finanziell unterstützen möchten oder einfach nur Natur erleben und genießen wollen, sind jederzeit herzlich willkommen. Das gilt ebenso für Schulen, die Exkursionen oder Projekttage zur Untersetzung ihres Fachunterrichtes durchführen möchten. Auch Studenten, die Beleg- oder Abschlussarbeiten zum Naturschutzgebiet anfertigen wollen, sind jederzeit willkommen. Interessenten können sich schriftlich unter der angegebenen Vereinsanschrift (s. Kontakte) melden.
Sie können unsere Bemühungen zur Sicherung und Pflege des Naturschutzgebietes aber auch gern mit einer Spende unterstützen:
Empfänger: Förderverein für Landschaft und Naturschutz Devin e.V.
Bank: Sparkasse Vorpommern IBAN: DE77 1505 0500 0102 0601 50  BIC:  NOLADE21GRW

Dokumentation
Zu den Aufgaben des Fördervereins für Landschaft und Naturschutz Devin e.V. gehört auch die Dokumentation der Halbinsel Devin, insbesondere unter den Gesichtspunkten des Natur- und Umweltschutzes. Zwar sind unsere Vereinsmitglieder oft auf der Halbinsel unterwegs, doch es ist uns schlicht unmöglich allein eine wirklich umfassende Dokumentation zu machen. Wir laden Sie deshalb an dieser Stelle herzlich ein, uns bei unserer Arbeit zu unterstützen. Schicken Sie uns eine Email mit Ihren Erlebnissen und Beobachtungen. Schicken Sie uns Bilder, die die Schönheit der Landschaft festhalten oder die Begegnung mit Tieren schildern. Wir werden Ihre Beiträge thematisch geordnet hier online abrufbar hinterlegen. Wir behalten uns das Recht vor, Ihre Einsendung redaktionell zu bearbeiten. Ein Bildnachweis wird garantiert.

Geschichte
Anfang des vergangenen Jahrhunderts wurde auf der Halbinsel Devin eine Ziegelei betrieben. Bis zur Unterschutzstellung des Gebietes wurde die Halbinsel zeitweise militärisch und meist landwirtschaftlich, vorrangig als Weidefläche, genutzt und war viele Jahre für die Öffentlichkeit gesperrt. In den Jahren 1992 und 1993 konnten die militärischen Anlagen wie Schießstände und Sturmbahnen zurück gebaut werden. Seitdem ist das Gebiet vor allem für die Stralsunder Bevölkerung ein zunehmend beliebtes Ausflugsziel.

Nutzungsgeschichte
Seit Jahrhunderten wird auf den ertragsarmen Böden der Halbinsel Landwirtschaft betrieben, wobei die Weidewirtschaft dominierte. Von 1811 bis 1920 verarbeitete eine Ziegelei den anstehenden Ton. Durch den Tonabbau wurde die Gestalt der Halbinsel stark verändert. 1938/39 nutzte die Wehrmacht 15 ha als Übungsgelände. Von 1962 bis 1989 wurde das gesamte Gelände zum Übungsplatz der kasernierten Polizei. In dieser Zeit war die Halbinsel Devin für die Öffentlichkeit gesperrt. Die Beweidung erfolgte aber weiterhin mit 200-400 Jungrindern. Seit 1992 wird der Devin wieder mit Schafen beweidet. Mit dem Ende der Nutzung als militärischer Übungsplatz und dem Rückbau der militärischen Anlagen wurde die Halbinsel
ein beliebtes Ausflugsziel für die Stralsunder Bevölkerung. Von vielen Punkten des Wanderweges bieten sich dem Besucher weite Blicke iüberdie Wasserlandschaft des Strelasundes, auf Südrügen und auf die Hansestadt Stralsund.

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